Was tun, wenn jemand stirbt? Ein ausführlicher Ratgeber für Angehörige
Ein Todesfall verändert von einem Moment auf den anderen vieles. Neben der Trauer und dem persönlichen Verlust entstehen plötzlich zahlreiche organisatorische Fragen: Wen muss ich jetzt anrufen? Wer stellt den Tod fest? Wann brauche ich einen Bestatter? Welche Unterlagen werden benötigt? Was muss sofort erledigt werden – und was kann warten?
Gerade in dieser Situation ist es völlig normal, sich zunächst überfordert zu fühlen. Sie müssen nicht alle Antworten kennen und auch nicht alles selbst organisieren.
Als Bestattermeisterbetrieb und erfahrenes Bestattungshaus begleiten wir von Otto Osterthum Bestattungen & Trauerhilfe Familien in Oldenburg, Wardenburg und der umliegenden Region seit vielen Jahren durch diese besondere Lebenssituation. Unser Anspruch ist es, Ihnen nicht nur organisatorische Arbeit abzunehmen, sondern Ihnen Sicherheit und Orientierung zu geben.

In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, was nach einem Todesfall wichtig ist, welche Schritte aufeinander folgen und wobei ein professionelles Bestattungshaus Sie unterstützen kann.

Das Wichtigste zuerst: Was muss ich unmittelbar nach einem Todesfall tun?
Wenn ein Mensch verstorben ist, müssen Sie nicht sofort alle Entscheidungen über die spätere Bestattung treffen.
Zunächst geht es darum, den Tod ärztlich feststellen zu lassen. Danach können Sie sich in Ruhe an ein Bestattungsunternehmen wenden. In Niedersachsen darf der Verstorbene noch bis zu 36 Stunden zu Hause oder in Absprache mit dem Altenheim, Hospiz oder der Palliativstation im Krankenhaus verbleiben. So haben Sie die Möglichkeit ganz in Ruhe und in vertrauter Umgebung Abschied zu nehmen. Wenn Sie allerdings eine zeitnahe Überführung wünschen, sind wir rund um die Uhr für Sie erreichbar.
Die wichtigsten ersten Schritte sind:
- Ärztliche Todesfeststellung veranlassen
- Angehörige beziehungsweise nahestehende Personen informieren
- Einen Bestatter kontaktieren
- Wichtige persönliche Dokumente zusammensuchen
- In Ruhe die nächsten Schritte besprechen
Welche Schritte konkret notwendig sind, hängt unter anderem davon ab, ob der Tod zu Hause, im Krankenhaus, in einer Pflegeeinrichtung oder unter besonderen Umständen eingetreten ist.
Sie müssen jetzt noch nicht alles entscheiden
Eine der wichtigsten Erfahrungen aus unserer täglichen Arbeit ist: Angehörige glauben häufig, sie müssten unmittelbar nach dem Tod bereits sämtliche Entscheidungen treffen.
Das ist in der Regel nicht notwendig.
Welche Bestattungsart gewählt werden soll, wie die Trauerfeier gestaltet wird, welche Musik gespielt wird oder welche Blumen den Abschied begleiten, kann gemeinsam und in Ruhe besprochen werden. Unser Team erklärt Ihnen, welche Entscheidungen zeitnah notwendig sind und welche Dinge etwas später geregelt werden können.
Was tun, wenn jemand zu Hause stirbt?
Wenn ein Mensch zu Hause verstirbt, muss zunächst eine Ärztin oder ein Arzt den Tod feststellen und die erforderlichen Dokumente ausstellen. Bitte beachten Sie, dass wenn Sie den Ärzten gegenüber kommunizieren, dass der Tod bereits eingetreten ist, die meisten Ärzte erst nach ca. 2 Stunden kommen um den Tod festzustellen. Das liegt daran, dass es dann kein Notfall mehr ist und nach dieser Zeit die sicheren Todeszeiten erkennbar sind. Bei einem erwartbaren Tod, beispielsweise nach einer längeren Erkrankung, wenden sich Angehörige in der Regel an den behandelnden Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Nach der ärztlichen Todesfeststellung können Sie uns jederzeit unter der Telefonnummer 0441 -41058 oder 04407 – 454 erreichen.
Was passiert anschließend?
Der Bestatter bespricht mit Ihnen das weitere Vorgehen und organisiert unter anderem die Überführung des Verstorbenen. Je nach persönlicher Situation kann auch eine Abschiednahme zu Hause möglich sein. Gerade diese Möglichkeit kann für Angehörige wertvoll sein, weil sie Zeit schafft, um in vertrauter Umgebung Abschied zu nehmen.
Ob und unter welchen Voraussetzungen eine Abschiednahme zu Hause möglich ist, kann individuell besprochen werden. So ist auch eine spätere Abschiednahme nach einer hygienischen Versorgung und dem ankleiden und einbetten im Sarg eventuell denkbar.
Wenn die Todesursache unklar ist
Bei einem unerwarteten, ungeklärten oder nicht natürlichen Tod gelten andere Abläufe. In solchen Fällen können Polizei, Staatsanwaltschaft oder weitere zuständige Stellen eingeschaltet werden.
In dieser Situation sollten Angehörige zunächst die entsprechenden Anweisungen abwarten.
Was passiert, wenn jemand im Krankenhaus verstirbt?
Verstirbt ein Angehöriger im Krankenhaus, übernimmt zunächst die medizinische Einrichtung die notwendigen Schritte rund um die Todesfeststellung und die Ausstellung der entsprechenden Unterlagen.
Das Krankenhaus übernimmt in der Regel nicht die Benachrichtigung des Bestattungshauses, daher dürfen Sie uns persönlich benachrichtigen.Das Krankenhaus informiert die Angehörigen in der Regel über das weitere Vorgehen. Sie können sich aber auch selbst frühzeitig mit einem Bestattungshaus in Verbindung setzen.
Ein wichtiger Punkt ist die persönliche Abschiednahme.
Was tun, wenn jemand in einem Pflegeheim stirbt?
Auch bei einem Todesfall in einem Pflegeheim wird zunächst die ärztliche Todesfeststellung veranlasst.
Das Pflegeheim informiert Sie über die dort üblichen Abläufe. Das Bestattungshaus übernimmt anschließend die weiteren organisatorischen Schritte und stimmt die Überführung mit der Einrichtung ab.

Wann sollte ich einen Bestatter kontaktieren?
Viele Menschen fragen sich, wann genau der richtige Zeitpunkt ist, einen Bestatter anzurufen.
Unsere Empfehlung lautet: Sobald die ärztliche Todesfeststellung erfolgt ist, können Sie sich an ein Bestattungshaus wenden. Sie müssen dabei noch keine fertigen Vorstellungen von der Bestattung haben.
Ein erstes Gespräch dient zunächst dazu, Orientierung zu bekommen. In der Regel fragen wir dabei:
Wir besprechen beispielsweise:
- Die persönlichen Daten des Verstorbenen u.a. Name, Geburtsdatum
- Wo ist der Sterbefall eingetreten?
- War der Arzt schon da?
- Wann möchten Sie, dass wir die Überführung vornehmen?
- Möchten sich noch jemand zu Hause / im Altenheim / im Krankenhaus vom Verstorbenen verabschieden?
- Möchten Sie schon einen Termin für das Beratungsgespräch abstimmen oder brauchen sie noch etwas Zeit?
- Wo darf das Beratungsgespräch stattfinden? Bei der Familie zu Hause oder im Bestattungshaus
- Gibt es Wünsche die wir berücksichtigen dürfen z.B. Abholung erst wenn es dunkel wird?

Was übernimmt ein Bestatter eigentlich?
Ein Bestatter organisiert weit mehr als lediglich die Überführung und die Beerdigung. Ein professionelles Bestattungshaus begleitet die Angehörigen durch den gesamten Prozess – von den ersten organisatorischen Schritten bis zur Beisetzung und darüber hinaus.
Dazu können beispielsweise gehören:
Überführung
Die Überführung des Verstorbenen vom Sterbeort in die entsprechenden Räumlichkeiten.
Versorgung des Verstorbenen
Die fachgerechte Versorgung und Vorbereitung des Verstorbenen für die Abschiednahme und Beisetzung.
Organisation der Bestattung
Abstimmung mit Friedhof, Krematorium, Kirche, Trauerrednern und weiteren Beteiligten.
Formalitäten
Unterstützung beziehungsweise Übernahme notwendiger organisatorischer und behördlicher Schritte.
Gestaltung der Trauerfeier
Von einer klassischen Trauerfeier bis hin zu einer sehr persönlichen und individuellen Form des Abschieds.
Beratung der Angehörigen
Und vielleicht eine der wichtigsten Aufgaben: Ihnen zuzuhören, Fragen zu beantworten und gemeinsam Lösungen zu finden. Als qualifizierte Bestattungsfachkräfte, Bestattermeister und zertifizierte Nachlasspfleger stehen wir Ihnen kompetent zur Seite.
Welche Dokumente werden nach einem Todesfall benötigt?
Welche Unterlagen im Einzelfall erforderlich sind, hängt unter anderem vom Familienstand und der persönlichen Situation des Verstorbenen ab.
Hilfreich können beispielsweise sein:
- Personalausweis oder Reisepass
- Geburtsurkunde
- Heiratsurkunde beziehungsweise Familienstammbuch
- gegebenenfalls Scheidungsunterlagen
- Krankenversicherungskarte
- Rentenunterlagen
- Versicherungsunterlagen
- gegebenenfalls Bestattungsvorsorgevertrag
- gegebenenfalls vorhandene Willenserklärung zur Bestattung
Sie müssen allerdings nicht verzweifeln, wenn Ihnen nicht sofort alle Unterlagen vorliegen.
Wir besprechen mit Ihnen, welche Dokumente tatsächlich benötigt werden und welche Unterlagen gegebenenfalls noch beschafft werden müssen. Dabei können wir Ihnen vieles abnehmen und auch bei den Standesämtern fehlende Urkunden nachbestellen.
Was Angehörige häufig unterschätzen: Zeit für Abschied
In unserer täglichen Arbeit erleben wir immer wieder, wie wichtig eine bewusste Abschiednahme sein kann.
Der Tod ist für viele Menschen zunächst schwer zu begreifen. Die Möglichkeit, einen verstorbenen Menschen noch einmal zu sehen, ihn zu berühren, persönliche Gegenstände mitzugeben oder gemeinsam mit der Familie Abschied zu nehmen, kann dabei helfen, den Tod überhaupt zu begreifen.
Deshalb möchten wir Angehörige ermutigen, sich die Frage zu stellen:
Was würde uns guttun?
Nicht:
Was macht man normalerweise?
In einem Beratungsgespräch planen wir gemeinsam ihren ganz persönlichen und individuellen Abschied.
Im Mittelpunkt dieses Gespräches stehen zu jeder Zeit die Wünsche des Verstorbenen und die der Angehörigen. Damit Sie eine tröstliche Erinnerung an den Abschied erhalten.
Sie kann beispielsweise geprägt sein durch:
- persönliche Musik
- Bilder und Filme
- persönliche Erinnerungsstücke
- Geschichten aus dem Leben
- bestimmte Farben
- Blumen
- Hobbys
- Begleitung der Hygienischen Versorgung
- religiöse Rituale
- weltliche Elemente
- besondere Orte
- persönliche Reden
Innerhalb dieser Möglichkeiten gibt es jedoch häufig deutlich mehr Gestaltungsspielraum, als Angehörige zunächst vermuten. Zum Beispiel können auch die Angehörigen bei der Hygienischen Versorgung und dem Ankleiden des Verstorbenen mit einbezogen werden. Wir haben auch schon Hygienische Versorgungen im familiären Umfeld durchgeführt, dabei die Lieblingsmusik gehört, das eigene Duschgel und Parfüm des Verstorbenen verwendet und kleine Erinnerungsgegenstände mit in den Sarg gelegt.
Was tun, wenn der Verstorbene keine Wünsche hinterlassen hat?
Auch das ist vollkommen normal. Viele Menschen sprechen zu Lebzeiten nicht über ihre eigene Bestattung. Dann stehen Angehörige plötzlich vor Entscheidungen, die sie noch nie zuvor treffen mussten.
In diesem Fall hilft es, sich gemeinsam zu fragen:
- Was hätte zu diesem Menschen gepasst?
- Was war ihm wichtig?
- Welche Orte hat er geliebt?
- Welche Musik mochte er?
- Welche Menschen waren ihm wichtig?
- Hatte er bestimmte Vorstellungen über Friedhof oder Natur?
- Welche Form des Abschieds fühlt sich für die Familie richtig an?
Ein guter Abschied muss nicht zu bestimmten Konformen sondern zu dem Verstorbenen passen.
Was, wenn ich mit der Organisation überfordert bin?
Dann ist es vollkommen in Ordnung, Unterstützung anzunehmen. Gerade deshalb gibt es professionelle Bestatter.
Bei Otto Osterthum begleiten wir Angehörige nicht nur bei der eigentlichen Bestattung, sondern auch bei den vielen organisatorischen Fragen, die damit verbunden sind. Wir möchten Ihnen dabei möglichst viel Arbeit abnehmen, ohne Ihnen Entscheidungen aus der Hand zu nehmen.
Sie bestimmen, was Ihnen wichtig ist. Wir kümmern uns darum, dass es umgesetzt wird.
Warum ein Bestattermeisterbetrieb einen Unterschied machen kann
Eine Bestattung ist eine sehr persönliche Dienstleistung. Gleichzeitig sind zahlreiche organisatorische, handwerkliche und rechtliche Anforderungen damit verbunden.
Als Bestattermeisterbetrieb verbinden wir fachliche Qualifikation mit praktischer Erfahrung.
Unser Team besteht aus qualifizierten Bestattungsfachkräften. Dadurch können wir die unterschiedlichen Bereiche einer Bestattung fachlich kompetent begleiten – von der Versorgung und Überführung bis zur Organisation und Gestaltung des Abschieds.
Otto Osterthum: Bestattungen in Oldenburg und Wardenburg
Unser Bestattungshaus begleitet Familien in Oldenburg, Wardenburg und der umliegenden Region.
Unsere Zentrale befindet sich in:
Otto Osterthum Bestattungen & Trauerhilfe
An den Voßbergen 73
26133 Oldenburg
Darüber hinaus sind wir mit einer weiteren Filiale in Wardenburg in der Friedrichstraße 1 für Angehörige persönlich erreichbar.
Im Trauerfall sind wir telefonisch rund um die Uhr erreichbar.
Wir nehmen uns Zeit für ein persönliches Gespräch und besprechen mit Ihnen in Ruhe, was jetzt notwendig ist und welche Möglichkeiten Sie haben.
Sie müssen diesen Weg nicht alleine gehen
Ein Todesfall bringt viele Fragen mit sich. Sie müssen nicht sofort alles wissen. Sie müssen nicht jede Entscheidung alleine treffen.
Und Sie müssen auch nicht versuchen, die gesamte Organisation einer Bestattung selbst zu übernehmen.
Wir von Otto Osterthum Bestattungen & Trauerhilfe begleiten Sie persönlich, fachlich und mit der nötigen Ruhe.
Dabei steht für uns nicht die Frage im Mittelpunkt, was „man normalerweise“ macht.
Sondern:
Was passt zu diesem Menschen?
Wir nehmen uns Zeit für Ihre Wünsche, beraten Sie zu den verschiedenen Möglichkeiten und setzen auch außergewöhnliche Vorstellungen um, wenn sie rechtlich und organisatorisch möglich sind.
Wenn Sie gerade einen Menschen verloren haben und nicht wissen, was als Nächstes zu tun ist, rufen Sie uns an. Wir sind für Sie da.
Otto Osterthum Bestattungen & Trauerhilfe
An den Voßbergen 73
26133 Oldenburg
Telefon: 0441 41058 / 41059
Im Trauerfall sind wir rund um die Uhr erreichbar.
